Alles über Zeppeline

Die bekannteste Persönlichkeit in der Luftschifffahrt war und ist der Luftschiffpionier Ferdinand Graf von Zeppelin, der die Entwicklung der Starrluftschiffe vorantrieb, welche deshalb nach ihm Zeppeline genannt werden. Durch die Verwendung eines starren Skeletts konnten wesentlich größere Luftschiffe gebaut werden, die insgesamt eine größere Nutzlast tragen konnten und einen größeren Einsatzradius hatten. Zeppelins erstes Luftschiff LZ1 stieg am 2. Juli 1900 zu seiner Jungfernfahrt auf. Zeppelin etablierte den Werkstoff Aluminium in der Luftfahrt.

Zeppelin Bei der Bezeichnung der Zeppelin-Luftschiffe wurde traditionell das männliche Geschlecht verwendet. Es hieß der „LZ 127“, der „Graf Zeppelin“ bzw. der „Hindenburg“. Nach dem Ende der deutschen Luftschifffahrt, bzw. ihrem Verschwinden aus dem öffentlichen Interesse, ging diese Sprachregelung jedoch nach dem Zweiten Weltkrieg teilweise verloren. Immer häufiger wurde und wird die für Schiffe übliche weibliche Form verwendet.

Ferdinand Graf von Zeppelin hatte schon 1863 im amerikanischen Bürgerkrieg, bei dem er als militärischer Beobachter auf Seite der Nordstaaten teilnahm, den militärischen Einsatz von Ballons kennen gelernt. Als er später im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/1871 während der Belagerung von Paris französische Montgolfièren im Einsatz beobachtete, begann er sich ernsthaft für das Problem der Konstruktion eines „lenkbaren Ballons“ zu interessieren.

Nachdem der Graf 1890 im Alter von 52 Jahren frühzeitig aus dem Armeedienst ausgeschieden war, widmete er sich ernsthaft diesem Projekt und erhielt am 13. August 1898 ein Patent für einen „Lenkbaren Luftfahrzug mit mehreren hintereinander angeordneten Tragkörpern“ (Kaiserliches Patentamt, Patentschrift No. 98580). Der Entwurf, der damit rückwirkend zum 31. August 1895 geschützt wurde, hatte unter anderem folgende wichtige Merkmale:
* schlankes, starres Gerippe aus Duraluminium, bestehend aus Ringen und Längsträgern
* Gasraum aufgeteilt in viele zylindrische Zellen
* Steuerungsmöglichkeit mit Hilfe von Höhen- und Seitenrudern
* zwei getrennte, fest mit dem Gerippe verbundene Gondeln
* Vortrieb durch Propeller, montiert auf Höhe des größten Luftwiderstandes
* Möglichkeit, mehrere solcher Schiffe wie Zugwaggons aneinander zu koppeln (dies wurde nie realisiert).