Alles über das Luftschiff

Luftschiffe gehören ebenso wie Ballone zu den Luftfahrzeugen der Kategorie Leichter als Luft. Im Unterschied zu diesen sind sie jedoch lenkbare Luftfahrzeuge, die über einen eigenen Antrieb verfügen. Das Haupteinsatzgebiet heutzutage sind Rundflüge und Werbeeinsätze, vereinzelt auch Forschungsaufgaben.

Luftschiffe Im 19. und im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts hatten Luftschiffe eine große Bedeutung. Sie sind die Pioniere des Luftverkehrs, waren Verkehrsmittel der ersten Fluggesellschaft und auch die ersten Fluggeräte, die Passagiere im Liniendienst nonstop über den Atlantik beförderten. Im Ersten Weltkrieg waren sie Langstreckenaufklärer und die einzigen Fluggeräte, die eine größere Bombenlast tragen konnten. Die großen Luftschiffe kamen jedoch auch immer wieder durch Unglücke in die Schlagzeilen.

Luftschiffe erhalten ihren statischen Auftrieb durch die Füllung mit einem Traggas, das eine geringere Dichte als Luft aufweist. Sie „schwimmen“ ähnlich wie Seeschiffe auf dem Wasser in der Luft. Daher wird die Fortbewegung von Leichter-als-Luft-Geräten als „Fahren“ und nicht als Fliegen bezeichnet. Sie werden meist von einem Ankermast aus gestartet und landen auch wieder an ihm. Als Traggas wird heute vor allem Helium verwendet. Früher, vor allem bis zum Ende der 1940er Jahre, kam vor allem Wasserstoff bzw. Leuchtgas zu Anwendung.

Der Luftschiffergruß lautet im Gegensatz zum Bergbau „Glück ab!“
Luftschiffe lassen sich in drei grundsätzliche Bauweisen unterscheiden:

* Prallluftschiffe, die häufigste Bauform, auch Blimp genannt, erhalten ihre Form durch einen Überduck in der Hülle. Gondel und Leitwerk sind direkt an der Hülle befestigt.
* halbstarre Luftschiffe besitzen eine zusätzliche Tragstruktur, an der Hülle, Gondel und Leitwerk angebracht sind.
* Starrluftschiffe, haben eine feste Struktur, durch ein inneres Gerüst, das die Form der Hülle vorgibt. Alle Komponenten sind an diesem Gerüst befestigt. Die bekanntesten Vertreter sind die Zeppeline.